Über uns

Über mich
Hunde begleiten mich schon, seit ich denken kann. Bereits als Kind war ich fasziniert von ihnen und habe jede Gelegenheit genutzt, Zeit mit Hunden zu verbringen. Mit meiner ersten eigenen Hündin Lusie durfte ich schließlich erleben, was es bedeutet, wirklich Verantwortung für einen Hund zu übernehmen. Dabei wurde mir schnell bewusst, dass das Leben mit einem Hund nicht immer nur aus schönen Spaziergängen und gemeinsamen Kuschelstunden besteht. Es bedeutet auch Arbeit, Geduld, Verantwortung und Herausforderungen.
Später kam mein Rüde Lucky in mein Leben. Bei ihm war längst nicht alles einfach – ganz im Gegenteil. Er brachte viele Themen mit, die uns vor große Herausforderungen stellten. Er reagierte auf nahezu jeden Reiz, war extrem unruhig und gestresst und konnte nur sehr schwer mit Frust umgehen. Besonders Hundebegegnungen waren für uns eine große Herausforderung. Von einem entspannten Alltagshund waren wir damals weit entfernt. Durch Lucky habe ich gelernt, nicht nur zu sehen, was ein Hund tut, sondern auch zu verstehen, warum er es tut. Ich habe gelernt, meinen Hund richtig zu lesen und ihm Orientierung und Sicherheit zu geben. Der Weg dahin war nicht immer leicht und hat viel Zeit, Geduld und Arbeit gekostet. Aber genau diese Arbeit hat sich gelohnt: Aus den Herausforderungen sind Vertrauen, Verständnis und eine gute Kommunikation entstanden. Lucky hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, einen Hund nicht vorschnell zu beurteilen oder ihn einfach als „aggressiv“, „unerzogen“ oder „schwierig“ abzustempeln. Hinter Verhalten steckt immer ein Grund – und manchmal braucht es jemanden, der bereit ist, genau hinzusehen.
Meine Begeisterung für Hunde mit viel Energie, Temperament und Arbeitswillen hat sich durch meine eigenen Hunde immer weiter entwickelt. Besonders agile und anspruchsvolle Hunde haben es mir angetan. Gerade Hunde wie Malinois und andere Schäferhunde faszinieren mich besonders. Deshalb zog dieses Jahr meine Malinois-Hündin Kalea ein, die mich natürlich noch einmal ganz anders herausfordert.
Aus meinen persönlichen Erfahrungen entstand schließlich mein Wunsch, Hundetrainerin zu werden. Heute möchte ich Menschen unterstützen, die selbst an einem Punkt stehen, den ich sehr gut nachvollziehen kann. Menschen, die sich bei Hundebegegnungen unsicher fühlen, Spaziergänge nicht mehr entspannt genießen können oder vielleicht sogar Angst davor haben, was andere über ihren Hund denken. Mein Schwerpunkt liegt deshalb besonders bei unruhigen, hibbeligen und impulsiven Hunden sowie bei Hunden mit aggressivem Verhalten. Dabei geht es für mich nicht darum, einen Hund einfach „funktionierend“ zu machen. Viel wichtiger ist mir, Hund und Mensch wirklich zu verstehen, Ursachen zu erkennen und gemeinsam einen Weg zu finden, der im Alltag funktioniert.
Denn ich weiß aus eigener Erfahrung, wie viel sich verändern kann, wenn man seinen Hund versteht, anstatt ständig gegen sein Verhalten anzukämpfen.

Lusie
Mit Lusie hat alles angefangen. Sie war mein erster eigener Hund – und durch sie wurde mein großer Traum vom eigenen Hund Wirklichkeit. Lusie kam aus Rumänien. Sie hatte sich dort durch einen kalten Winter gekämpft und in einem Heuhaufen versteckt, bis sie schließlich gefunden wurde. Ihre Geschichte hat mich von Anfang an berührt, doch was sie mir in den darauffolgenden 14 Jahren geschenkt hat, geht weit über ihre Vergangenheit hinaus.
Durch Lusie habe ich gelernt, was es wirklich bedeutet, einen Hund zu haben. Verantwortung zu übernehmen, Vertrauen aufzubauen, Entscheidungen zu treffen und einen Hund nicht nur zu lieben, sondern ihn auch wirklich zu verstehen. Sie hat mir gezeigt, wie einzigartig jeder Hund ist und wie viel man voneinander lernen kann.
Lusie hatte einen starken, ganz besonderen Charakter. Sie war selbstbewusst, ausgeglichen und auf ihre ganz eigene Art unglaublich gelassen. Egal, was das Leben für uns bereithielt – sie hat vieles mit einer Ruhe gemeistert, die mich bis heute beeindruckt. Frust oder Unruhe waren bei ihr nur selten ein Thema. Sie war einfach eine treue Seele und hatte Freude daran, mit mir die Welt zu entdecken. Deshalb waren gemeinsame Ausflüge für uns etwas ganz Besonderes. Es war eigentlich egal, wohin wir gingen – Hauptsache, wir waren zusammen.
Nach 14 gemeinsamen Jahren musste ich mich von Lusie verabschieden. Dieser Abschied war eines der schwierigsten Dinge, die ich bisher erleben musste. Einen Hund gehen zu lassen, der einen so lange begleitet und das eigene Leben so sehr geprägt hat, hinterlässt eine große Lücke. Aber neben der Trauer bleibt vor allem unendlich viel Dankbarkeit. Dankbar für die gemeinsamen Jahre. Für all das, was sie mir beigebracht hat. Für die Erfahrungen, die wir miteinander sammeln durften. Und dafür, dass ausgerechnet sie der Hund war, mit dem mein Weg begann.
Lusie wird für mich immer etwas ganz Besonderes bleiben. Sie war nicht einfach nur mein erster eigener Hund. Sie war der Beginn einer Reise, die mich bis heute begleitet – und ein Teil von mir, den ich niemals vergessen werde.

Lucky
Im November 2023 zog Lucky bei mir ein – und mit ihm begann für mich eine ganz neue Reise. Er war der Hund, an dem ich lernen durfte, wirklich hinzuschauen. Körpersprache zu lesen, kleinste Signale wahrzunehmen und mich viel intensiver damit auseinanderzusetzen, was mein Hund eigentlich gerade braucht und mir mitteilen möchte. Denn einfach war es mit uns am Anfang definitiv nicht. Er war extrem leinenaggressiv und zeigte sich insgesamt häufig frustriert, unruhig und aufgedreht. Es gab viele Situationen, in denen ich selbst gezweifelt habe. An mir, an meinem Training und daran, ob wir jemals wirklich entspannt gemeinsam durch den Alltag gehen würden. Gerade diese Zweifel haben mich aber unglaublich viel lernen lassen.
Ich habe gelernt, unruhige Hunde besser zu verstehen. Ich habe gelernt, Verhalten nicht nur zu sehen, sondern zu hinterfragen: Warum reagiert mein Hund gerade so? Was versucht er mir zu sagen? Mein Hund ist dadurch zu meinem größten Lehrmeister geworden. Aber er ist so viel mehr als das. Er ist nicht einfach der Hund, durch den ich so viel über Hundeverhalten gelernt habe. Er ist mein Hund. Mein Begleiter. Und vor allem ist er ein Teil meines Lebens, mit dem ich unglaublich gerne Zeit verbringe. Ich liebe unsere Spaziergänge. Ich liebe es, gemeinsam mit ihm unterwegs zu sein, neue Orte zu entdecken und einfach die Welt mit ihm zu erkunden. Heute kann ich Spaziergänge mit ihm viel mehr genießen, weil wir uns gegenseitig verstehen. Aus vielen Situationen, die früher anstrengend oder nervenaufreibend waren, sind gemeinsame Momente geworden, auf die ich mich freue.
Und genau das macht unsere Entwicklung für mich so besonders. Aus dem Hund, bei dem ich am Anfang so oft gezweifelt habe, ist ein unglaublich verlässlicher Begleiter geworden. Einer, mit dem ich unterwegs sein, Neues erleben und einfach eine schöne Zeit verbringen kann. Natürlich ist nicht immer alles perfekt. Das muss es auch gar nicht sein. Diese Entwicklung hat meine Sicht auf Hundetraining nachhaltig geprägt.
Und wenn ich heute auf unseren gemeinsamen Weg zurückblicke, bin ich vor allem eines: unglaublich dankbar. Dankbar für alles, was er mir beigebracht hat. Für jede Herausforderung, an der wir gemeinsam gewachsen sind. Für all die Fortschritte. Aber vor allem dankbar dafür, dass er einfach er ist. Denn bei all dem, was er mir über Hunde, Körpersprache und Training beigebracht hat, darf eines niemals in den Hintergrund rücken: Ich liebe diesen Hund einfach über alles. Und vielleicht ist genau das die schönste Erkenntnis aus unserer gemeinsamen Reise:
Es geht nicht darum, einen „perfekten“ Hund zu haben. Es geht darum, gemeinsam zu wachsen und irgendwann festzustellen, wie schön das Leben miteinander geworden ist.

Kalea
Seit Juli 2026 gehört Kalea zu meinem Leben – eine kleine Malinois-Hündin und die Erfüllung eines lang ersehnten Traums. Kalea ist neugierig, voller Energie, aufgeweckt und immer bereit, die Welt zu entdecken. Und ja – sie ist ein Malinois. Das macht das Leben mit ihr manchmal besonders intensiv, aber genau das liebe ich an ihr. Sie bringt so viel Persönlichkeit, Lebensfreude und Energie mit und bereichert unseren Alltag jeden Tag aufs Neue.
Für mich ist Kalea dabei vor allem eines: mein Hund. Meine kleine Begleiterin, mit der ich die Welt entdecken, Ausflüge machen, Abenteuer erleben, gemeinsam wachsen und hoffentlich unzählige schöne Erinnerungen sammeln möchte. Sie soll ihren Platz in unserem Leben finden und einfach dazugehören – mit all ihren kleinen Eigenheiten, ihrer Energie und ihrem ganz eigenen Charakter. Natürlich möchte ich sie auch fördern und mit ihr arbeiten. Ich freue mich darauf, ihre Stärken zu entdecken, sie sinnvoll zu beschäftigen und gemeinsam immer wieder Neues auszuprobieren. Perspektivisch darf sie mich als Trainerhund begleiten und mit mir in den sportlichen Bereich hineinwachsen. Welche Wege wir dabei tatsächlich einschlagen, wird sich mit der Zeit zeigen. Noch ist Kalea ein kleiner Welpe und unser gemeinsamer Weg steht ganz am Anfang. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickelt, welche Seiten sie noch zeigen wird und wohin unsere gemeinsamen Abenteuer uns führen.
Eines steht für mich aber jetzt schon fest: Ich bin unglaublich glücklich, dass Kalea bei uns ist.

